Sonntag, 29. September 2013

Das Wachsen zelebrieren.

Woche 28. Die Zeit rinnt nur so dahin und die kleine Murmel ist schon zu einer riesen Kugel geworden. Langsam wird es beschwerlich. Beim Umdrehen nachts im Bett fühle ich mich wie ein Walross, beim Treppensteigen pumpt das Herz wie wild und mein Gang hat sich auch in den einer Watschelente verwandelt. Aber umso stolzer bin ich auf dieses wachsende Wunder in mir... auch wenn ich nicht weiß, wie ausgiebig sie das Wachsen noch zelebrieren möchte. Schließlich habe ich noch drei Monate bis zum voraussichtlichen Entbindungstermin und ich fühle mich schon jetzt als würde ich bald platzen.
Glücklicherweise lassen die ersten Schwangerschaftsstreifen noch auf sich warten. Ich glaube kaum, dass ich diesen fiesen Dingern entrinnen kann, aber mit fleißigem Cremen morgens und abends und einer täglichen Zupfmassage konnte ich meine Haut bisher noch gut geschmeidig halten.
Eine weitere Tatsache ist, dass ich bisher schon ca. 10kg zugenommen habe. Da frag ich mich auch, wohin das noch gehen soll...Als ich vor kurzem mal wieder meine Großeltern besucht habe, die mich ungefähr 5 Wochen nicht mehr gesehen hatten, waren sie auch völlig erstaunt darüber, wie ich aussehe. Mein Opa meinte sogar, ich sähe jetzt viel weiblicher aus und ich glaube, das bezog sich nicht nur auf den Bauch,
sondern vor allem auf meinen ausladender werdenden Hintern. Mein ganzer Körper formiert sich gerade neu und ich glaube kaum, dass ich nach der Schwangerschaft noch in eine meiner alten Hosen passe...außer in die Baggy Pants vielleicht.
Aber auch das ist ein Übel, das ich überaus gern hinnehme. Ich freue mich sogar darüber, was Wunder Natur gerade mit mir anstellt und blicke immer wieder erstaunt und fasziniert in den Spiegel. Nach den letzten Jahren weiß ich das einfach zu schätzen. Um nichts in der Welt würde ich jetzt mit einer Nicht-Schwangeren tauschen wollen!
Proportional zum unaufhaltsamen und hoffentlich gesunden Wachstum des kleinen Würmchens, wächst auch mein Drang alles vorzubereiten und das Nest zu bauen. War ich vor ein paar Wochen noch gut in meiner Aufschieberitis, die sich vor allem mit meinem Aberglauben begründen lässt, bloß nicht so früh schon Babysachen im Haus zu  haben, werde ich jetzt langsam nervös. Mit aller Gewalt muss jetzt alles vorbereitet werden! Ich habe mir eine große Liste gemacht mit all den Sachen, die man für die Babyerstausstattung braucht. Uiuiui, da wird einem wirklich schwindelig. Was man alles braucht... da kann man ja nur nervös werden. Es gibt auf jeden Fall noch einiges zu tun: alle Sachen, die wir borgen wollen, von Freunden abholen, das Zimmer vorbereiten, malern und einrichten, Sachen einkaufen, Kliniktasche packen, Kinderwagen, undsoweiter.
Und heute geht es los! Das zukünftige Kinderzimmer wird gestrichen. Ich bin so aufgeregt. Der nächste Schritt in Richtung Realität wird getan.

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