ich sollte meine Geschichte vielleicht ganz kurz vorstellen, damit ich mich dann tiefer in die Ausbreitung aktueller Befindlichkeiten stürzen kann.
Mein Freund und ich haben 3 Fehlgeburten (9.SSW, 5.SSW, 7.SSW) hinter uns, Status: Habitueller Abort. Wir haben noch keine Kinder, nicht allein und nicht mit anderen Partnern. Die letzte Fehlgeburt liegt jetzt 2 Monate zurück und seitdem konnten wir nun mit Untersuchungen starten, die einen Grund für die Fehlgeburten liefern könnten. Das geht ja erst nach 3 fehlgelaufenen Schwangerschaften.
Ich habe bei einigen anderen Betroffenen im Netz gelesen, dass ihre Frauenärzte schon nach 2 Fehlgeburten mit ersten Untersuchungen starten, aber die Regel ist das ja nicht.
3 verschiedene Ärzte dieser Stadt haben in den letzten 2 Monaten mein Blut untersucht. Meine Frauenärztin wegen der Schilddrüse - Ergebnis: alles gut. Der Gefäßmediziner wegen einer Gerinnungsstörung - Ergebnis: alles gut. Die Genetikerin (Blut von meinem Freund und mir) wegen eventueller Probleme mit den Genen - das Ergebnis steht noch aus.
Meine Frauenärztin ist ziemlich pragmatisch und meinte, dass bei diesen Untersuchungen wahrscheinlich gar nichts rauskommen wird. Fehlgeburten sind häufig und sehr häufig gibt es auch keine medizinische Begründung dafür, warum es zum vorzeitigen Ende der Schwangerschaften kommt. Für einen selbst ist das erstmal ein Schock. Gerade wenn man bisher nur eher unbedeutende Krankheiten hatte, die ja in der Regel leicht zu beheben sind, geht man davon aus, dass es für alle medizinischen Probleme eine Lösung gibt. Aber so leicht ist es dann doch nicht. Es kann sein, dass wir nie erfahren, warum es dreimal nicht geklappt hat und wer weiß, was die Zukunft bringt.
Das Leben ist halt ein Wunder und die Entstehung von Leben nochmal mehr. Da bleiben Kollateralschäden nicht aus. Ja danke. Toll.
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