Mittwoch, 20. November 2013

Mutterschutz mit ganz viel Zeeeiit.

Und schon wieder sind fast 4 Wochen rum. Komisch - ich habe viel mehr Zeit als noch vor ein paar Wochen und doch komme ich seltener zum Schreiben. Keine Ahnung, woran das liegt.Vielleicht daran, dass es mir weiterhin sehr gut geht. Für mich war das Tagebuchschreiben immer eher dafür gedacht, mir negative Erlebnisse, Schmerz usw. von der Seele zu schreiben. Das brauche ich im Moment eben nicht. Ich lebe aktuell in meiner Schwangerschaftsblase. Ich bereite mich auf die Kleene vor, hake die Dinge auf meiner Erstausstattungs- und Kliniktaschenliste ab, wasche ihre süßen kleinen Klamotten, stricke, backe, lese, gehe spazieren, treffe mich mit Freunden und genieße die Ruhe vor dem Sturm. Und umso sicherer ich weiß, dass ich die ruhige, entspannende Zeit, die ich im Moment genieße, nie wieder in meinem Leben haben werde, umso mehr versuche ich sie auszukosten. Für mich ist das nicht die leichteste Übung der Welt. Ich bin ja ein recht ungeduldiger und ruheloser Mensch. Ich kann Tage nicht einfach so verstreichen lassen, ich brauche etwas zu tun, ich muss irgendwas Nützliches machen. Und so bin ich täglich auf der Suche nach einer kleinen Aufgabe. Mal findet sich was, mal nicht.

Wenigstens bin ich froh, dass ich bisher (noch) nicht zu sehr ins Grübeln verfalle. Manchmal kommen die Anfälle und Fragen, manchmal male ich mir die schlimmsten Dinge aus. Wird sie gesund sein? Hoffentlich ist sie quietschfidel. Wird die Geburt gut verlaufen? Hoffentlich geht es uns beiden gut. Bekomme ich diese blöden Depressionen nach der Schwangerschaft? Wird sie ein ruhiges Baby oder ein kleiner unermüdlicher Schreihals? Werden wir es schaffen, sie in den Schlaf zu wiegen? Kriegen wir einen guten Tagesablauf mit ihr hin? Bin ich in der Lage sie zu verstehen und ihr das zu geben, was sie braucht? ...und immer wieder: Bitte, bitte, lass sie gesund und munter sein, wenn sie auf die Welt kommt!
Aber wie gesagt, das habe ich nur manchmal. Manchmal bin ich auch einfach nur beseelt von meiner riesen Kugel und den Stößen und Tritten, die mich von da drin grüßen. Dann kann ich es gar nicht glauben: Unser größter Traum soll wirklich wahr werden. Wir bekommen ein Kind! Und dann läuft so ein wohliger Schauer durch mich durch...

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